Was ist das Malspiel?

Die Idee 

Das Malspiel ist malen aus der Intuition heraus und bedarf keines besonderen "Könnens". Es geht darum, im Malspiel seine schöpferischen Anteile in seiner eigenen Malspur auf das Papier zu bringen.

Der Rahmen 

Es bedarf geeigneter Bedingungen und einer besonderen Ausstattung, damit sich Kinder und Erwachsene gemeinsam auf ihr eigenes Malspiel einlassen: den Palettentisch für die Farben, der geschützte Raum, die Malwände für die großen Papierformate.

Die Begleitung

Die Person, die das Malspiel begleitet, ist eine  Dienende, die nicht belehrt, nicht bewertet und nicht interpretiert.

Der Begründer

Das Malspiel und die Formulation/Bildsprache wurde vom Pädagogen Arno Stern durch langjährige Beobachtung entdeckt und erforscht. Er belegt, dass es einen universellen Fomenschatz gibt und sich Menschen aller Kulturen mit den gleichen Zeichen ausdrücken.

Nach Kriegsende übernahm er 1946 als junger Mann in Paris die Aufgabe, 22 Waisenkinder zu betreuen. Papier und Farben standen ihm zur Verfügung, und damit begann sein Lebenswerk. Inzwischen begleitet er seit über 60 Jahren Menschen jeden Alters darin, ihrer eigenen Malspur Ausdruck zu verleihen.

Er gastiert als Referent in vielen Universitäten, Museen, Bildungs- und Ausbildungsstätten unterschiedlicher Länder. Er bildet Malort-Dienende aus und hat dazu beigetragen, dass in der Schweiz Malorte in vielen Schulen und Kindergärten zum pädagogischen Konzept gehören.

".... es (ist) lebenswichtig für die Integrität der Person und für ihr Gleichgewicht, zeitweise den kulturellen Verlockungen auszuweichen. Indem die Person sich dem von außen Kommenden entzieht und sich auf sich selbst konzentriert – nur auf das Eigene – trifft sie das Unberührte in der Tiefe ihres Wesens." Arno Stern